Wohnmobilstellplatz Saint-Valery-en-Caux: Übernachten direkt am Meer an der Alabasterküste der Normandie

Ein Wohnmobilstellplatz direkt am Meer, mit Blick auf die gewaltigen Kreidefelsen der Normandie und nur wenige Gehminuten von einem charmanten französischen Hafenstädtchen entfernt? Genau das bietet Saint-Valery-en-Caux an der berühmten Alabasterküste.

Die Normandie ist bekannt für ihre spektakuläre Küstenlandschaft, ihre kleinen Fischerorte und die imposanten weißen Kreidefelsen. Einer dieser Orte ist Saint-Valery-en-Caux im Département Seine-Maritime, zwischen Dieppe und Fécamp.

Hier befindet sich ein kommunaler Wohnmobilstellplatz in außergewöhnlicher Lage: direkt am westlichen Strand, unmittelbar an der Hafeneinfahrt und mit freiem Blick auf den Ärmelkanal.

Wir stellen euch den Stellplatz vor, erklären, worauf ihr bei der Anfahrt achten solltet, welche Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden sind und warum es sich lohnt, nicht nur eine Nacht zu bleiben.

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Weitere Informationen

Wohnmobilstellplatz Saint-Valery-en-Caux – Lage und Ausstattung

Der offizielle Wohnmobilstellplatz heißt „Aire de stationnement et de service de Saint-Valery-en-Caux“ und liegt am Ende des Quai d’Aval, unmittelbar an der Plage Ouest.

Das Besondere ist seine Lage zwischen Meer, Hafen und den hohen Kreidefelsen der Côte d’Albâtre, der sogenannten Alabasterküste.

Vom Stellplatz aus sind es nur wenige Schritte bis zum Kiesstrand. Gleichzeitig lässt sich das Zentrum von Saint-Valery-en-Caux bequem zu Fuß erreichen.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Ort: Saint-Valery-en-Caux, Normandie, Frankreich
  • Adresse: Quai d’Aval, Plage Ouest, 76460 Saint-Valery-en-Caux
  • GPS-Koordinaten: 49.8722, 0.7093
  • Stellplätze: rund 40, zusätzlich ein barrierearmer Stellplatz
  • Preis: 9 Euro pro Nacht (Tourismusangabe 2026)
  • Öffnungszeiten: ganzjährig, 24 Stunden zugänglich
  • Reservierung: nicht möglich
  • Bezahlung: Bankkarte
  • Frischwasser: vorhanden
  • Grauwasserentsorgung: vorhanden
  • Chemietoilette: Entsorgung vorhanden
  • Müllentsorgung: vorhanden
  • Strom am Stellplatz: keine regulären Anschlüsse ausgewiesen
  • Hunde: erlaubt
  • Besonderheit: direkte Meerlage mit Blick auf die Kreidefelsen

Der Platz ist ein klassischer französischer Wohnmobilstellplatz und kein Campingplatz. Entsprechend sollte man keine großzügigen Parzellen oder umfangreiche Sanitäranlagen erwarten.

Dafür bekommt man eine Lage, die sich wirklich sehen lassen kann.

Weißer Leuchtturm mit grüner Spitze an der Hafeneinfahrt von Saint-Valery-en-Caux in der Normandie, mit Kiesstrand, Meer und Hagebuttensträuchern im Vordergrund.

Anfahrt zum Wohnmobilstellplatz Saint-Valery-en-Caux

Die Anfahrt nach Saint-Valery-en-Caux erfolgt über die Landstraßen der Normandie. Der Ort liegt an der Küste zwischen Dieppe und Fécamp und ist über die D925 erreichbar.

Innerhalb des Ortes führt die Zufahrt zum Stellplatz über die westliche Hafenseite.

Wer mit dem Wohnmobil anreist, sollte sich an der Beschilderung „Camping-Car“ orientieren. Über die Avenue Clémenceau gelangt man zum Quai d’Aval und schließlich zum Stellplatz am westlichen Strand.

Vorsicht bei großen Wohnmobilen!

Die Zufahrt verdient besondere Aufmerksamkeit, insbesondere bei längeren oder breiteren Fahrzeugen.

Einige Abschnitte im Hafenbereich sind relativ eng. Kurven, parkende Fahrzeuge und mögliche Baustellen können die Anfahrt erschweren.

Gerade mit einem größeren Expeditionsmobil sollte man deshalb nicht blind dem Navigationsgerät folgen.

Unsere Empfehlung:

  • Die offizielle Wohnmobilbeschilderung beachten.
  • Die Zufahrt vorab auf einer Karte anschauen.
  • Bei Baustellen oder Umleitungen nicht auf die kürzeste Route vertrauen.
  • Besonders bei Fahrzeugen über sieben Metern Länge ausreichend Platz zum Rangieren einplanen.

Auch die Stellflächen selbst sind teilweise eng bemessen. Wer mit einem besonders großen Wohnmobil unterwegs ist, sollte deshalb vorab prüfen, ob die Abmessungen des Fahrzeugs zum Platz passen.

Ver- und Entsorgung: Was bietet der Stellplatz?

Ein schöner Meerblick ist das eine. Wer länger mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht aber auch die passende Infrastruktur.

Der Stellplatz in Saint-Valery-en-Caux verfügt über eine zentrale Ver- und Entsorgungsstation.

Frischwasser

An der Servicestation kann Trinkwasser aufgefüllt werden.

Für die Wasserversorgung kann eine zusätzliche Gebühr anfallen. Ältere Tarifangaben nennen 3,50 Euro. Dieser Betrag sollte vor Ort überprüft werden.

Grauwasserentsorgung

Für die Entsorgung von Grauwasser steht eine entsprechende Ablassmöglichkeit zur Verfügung.

Damit lassen sich die Abwassertanks vor der Weiterreise entleeren.

Entsorgung der Chemietoilette

Auch die Entleerung einer Kassettentoilette ist vorgesehen.

Müllentsorgung

Auf dem Gelände befinden sich Müllbehälter. Abfälle können somit ordnungsgemäß entsorgt werden.

Stromversorgung

Reguläre Stromanschlüsse an den einzelnen Stellplätzen sind nicht ausgewiesen.

Der Platz eignet sich deshalb besonders für Wohnmobile, die zumindest für eine Nacht autark stehen können.

Unser Tipp: Wer eine längere Normandie-Tour plant, kann Saint-Valery-en-Caux gut als Zwischenstopp zum Übernachten und für die Ver- und Entsorgung nutzen.

Warnschild vor Steinschlag und Felsabbrüchen an den weißen Kreidefelsen von Saint-Valery-en-Caux in der Normandie, nahe dem Wohnmobilstellplatz an der Alabasterküste.

Direkt am Meer: Was macht diesen Stellplatz so besonders?

Es gibt Wohnmobilstellplätze, die vor allem praktisch sind. Und es gibt Plätze, die allein durch ihre Lage begeistern.

Saint-Valery-en-Caux gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Der Stellplatz befindet sich direkt an der Hafeneinfahrt. Auf der einen Seite liegt der Ärmelkanal, auf der anderen Seite erheben sich die mächtigen weißen Kreidefelsen der Alabasterküste.

Besonders beeindruckend ist die Küstenlandschaft bei wechselndem Licht. Mal wirken die Felsen fast weiß, dann wieder grau oder golden.

Dazu kommen das Rauschen der Wellen, die frische Seeluft und die Schiffe, die in den Hafen ein- und auslaufen.

Allerdings hat die exponierte Lage auch eine Kehrseite: Bei starkem Wind kann es hier ziemlich ungemütlich werden. Ein geschützter Campingplatz ist das nicht.

Auch sollte man bedenken, dass der Stellplatz gerade in der Hauptsaison stark besucht sein kann. Die Stellflächen liegen relativ dicht beieinander.

Wer Ruhe sucht, dürfte sich hier außerhalb der Ferienzeiten besonders wohlfühlen.

Saint-Valery-en-Caux entdecken: Was kann man unternehmen?

Der kleine Küstenort hat deutlich mehr zu bieten als einen schönen Wohnmobilstellplatz.

Seine Geschichte ist eng mit dem Meer verbunden. Bis heute prägen der Hafen, die Fischerei und die maritime Atmosphäre das Stadtbild.

1. Der Hafen von Saint-Valery-en-Caux

Ein Spaziergang entlang des Hafens gehört zu einem Besuch unbedingt dazu.

Hier liegen Segelboote und Fischerboote nebeneinander. Rund um die Hafenbecken befinden sich kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants.

Besonders schön ist die Atmosphäre am Abend, wenn die Boote im Hafen liegen und die Lichter der Stadt sich im Wasser spiegeln.

Vom Wohnmobilstellplatz aus lässt sich der Hafen bequem zu Fuß erreichen.

2. Die Kreidefelsen der Alabasterküste

Die Côte d’Albâtre zählt zu den eindrucksvollsten Küstenlandschaften Frankreichs.

Ihre weißen Kreidefelsen erstrecken sich über weite Teile der Küste des Départements Seine-Maritime.

Auch rund um Saint-Valery-en-Caux bestimmen die steilen Felswände das Landschaftsbild.

Wer die Küste erkundet, findet immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den Ärmelkanal.

Wichtig: Die Kreidefelsen sind nicht ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Abbrüchen. Deshalb sollte man sowohl am Strand als auch oberhalb der Klippen ausreichend Abstand zur Felskante halten.

3. Der Strand von Saint-Valery-en-Caux

Saint-Valery-en-Caux besitzt einen typischen Kiesstrand der Normandie.

Bei Ebbe können zusätzlich sandige Bereiche sichtbar werden. Wie überall an dieser Küste verändert sich das Erscheinungsbild des Strandes mit den Gezeiten.

Der Strand eignet sich wunderbar für ausgedehnte Spaziergänge, zum Beobachten der Wellen oder einfach, um die frische Meeresluft zu genießen.

Wer baden möchte, sollte die Gezeiten und die aktuellen Bedingungen beachten. Badeschuhe sind wegen der Kieselsteine durchaus sinnvoll.

4. Maison Henri IV – ein Stück normannische Geschichte

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Ortes ist die Maison Henri IV.

Das historische Fachwerkhaus wurde 1540 für den wohlhabenden Reeder Guillaume Ladiré errichtet.

Besonders sehenswert ist seine reich verzierte Fassade mit kunstvollen Holzschnitzereien.

Der Name erinnert an König Heinrich IV., der Saint-Valery-en-Caux im Jahr 1593 besuchte.

Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, das sich unter anderem mit der Geschichte des Ortes und seiner Verbindung zum Meer beschäftigt.

Nach einer Wiedereröffnung im Jahr 2025 können die Dauerausstellungen im Rahmen geführter Besichtigungen besucht werden.

5. Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs

Auch Saint-Valery-en-Caux wurde durch den Zweiten Weltkrieg geprägt.

Im Juni 1940 fanden hier während des deutschen Westfeldzugs schwere Kämpfe statt.

Britische und französische Truppen, darunter Soldaten der 51st Highland Division, wurden im Raum Saint-Valery-en-Caux eingeschlossen.

Am 12. Juni 1940 mussten große Teile der eingeschlossenen Verbände kapitulieren.

Die Ereignisse hinterließen tiefe Spuren in der Geschichte des Ortes. Gedenkstätten erinnern noch heute an die Soldaten und die damaligen Kämpfe.

Wer sich für Geschichte interessiert, findet hier einen weiteren Grund, Saint-Valery-en-Caux nicht nur als Übernachtungsplatz zu betrachten.

Zwei Portionen Pommes frites und eine Flasche französischer Cidre mit zwei Bechern auf einer Terrasse am Strand von Yport in der Normandie. Im Hintergrund ein blau-weiß gestreiftes Strandhaus.

Ausflüge entlang der Alabasterküste

Saint-Valery-en-Caux ist außerdem ein guter Ausgangspunkt, um weitere Orte an der normannischen Küste zu entdecken.

Veules-les-Roses: Das malerische Dorf liegt nur wenige Kilometer entfernt und zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Bekannt ist es für seine historischen Häuser, Wassermühlen und die Veules, einen der kürzesten Flüsse Frankreichs.

Fécamp: Die ehemalige Hafenstadt bietet eine interessante maritime Geschichte, eindrucksvolle Küstenlandschaften und den berühmten Palais Bénédictine.

Étretat: Einer der bekanntesten Orte der Normandie. Die spektakulären Felsbögen und die markante Felsnadel Aiguille gehören zu den berühmtesten Fotomotiven Frankreichs.

Dieppe: Die traditionsreiche Hafenstadt begeistert mit ihrer Altstadt, dem Schlossmuseum und einer langen Strandpromenade.

Wer genügend Zeit mitbringt, kann die Alabasterküste wunderbar auf einer gemütlichen Wohnmobilreise erkunden.

Für wen eignet sich der Wohnmobilstellplatz?

Der Stellplatz Saint-Valery-en-Caux eignet sich besonders für Wohnmobilreisende, die gerne direkt am Meer stehen und auf den Komfort eines Campingplatzes verzichten können.

Ideal ist er für einen Zwischenstopp von einer oder zwei Nächten.

Man kann den Ort erkunden, am Strand spazieren gehen, die Kreidefelsen bewundern und anschließend mit Blick auf den Ärmelkanal im eigenen Wohnmobil übernachten.

Weniger geeignet ist der Platz für Reisende, die großzügige Stellflächen, viel Privatsphäre oder eine vollständige Campingplatzinfrastruktur erwarten.

Auch für sehr große Expeditionsmobile kann die Kombination aus enger Zufahrt und dicht angeordneten Stellflächen problematisch sein.

Wohnmobilstellplatz Saint-Valery-en-Caux in der Normandie mit zahlreichen Wohnmobilen, darunter ein roter Expeditions-LKW, direkt unter den weißen Kreidefelsen der Alabasterküste am Meer.

Häufige Fragen zum Wohnmobilstellplatz Saint-Valery-en-Caux

Wo liegt der Wohnmobilstellplatz in Saint-Valery-en-Caux?

Der Stellplatz befindet sich am Quai d’Aval an der Plage Ouest, direkt am Ärmelkanal und unmittelbar an der Hafeneinfahrt von Saint-Valery-en-Caux in der Normandie.

Was kostet der Stellplatz?

Die örtliche Tourismusinformation nennt für 2026 einen Übernachtungspreis von 9 Euro. Zusätzliche Gebühren können für Frischwasser anfallen. Preise können sich ändern.

Kann man auf dem Stellplatz Frischwasser auffüllen?

Ja. Eine Frischwasserversorgung ist an der zentralen Servicestation vorhanden.

Gibt es eine Grauwasser- und Toilettenentsorgung?

Ja. Der Wohnmobilstellplatz verfügt über Einrichtungen zur Entsorgung von Grauwasser und Toilettenabwasser.

Gibt es Stromanschlüsse?

Reguläre Stromanschlüsse an den Stellflächen sind nicht ausgewiesen. Eine autarke Stromversorgung ist deshalb empfehlenswert.

Ist der Stellplatz für große Wohnmobile geeignet?

Die Anfahrt kann aufgrund enger Straßenabschnitte und Kurven anspruchsvoll sein. Auch die Stellflächen sind teilweise eng. Besonders bei großen oder langen Fahrzeugen sollte die Zufahrt vorab geprüft werden.

Sind Hunde erlaubt?

Ja, Hunde sind auf dem Wohnmobilstellplatz erlaubt. Am Strand sind die örtlichen Regelungen zu beachten.

Kann man den Stellplatz reservieren?

Nein. Die Stellplätze werden ohne Reservierung vergeben.

Ist der Stellplatz ganzjährig geöffnet?

Ja. Laut der örtlichen Tourismusinformation ist der Platz das ganze Jahr über geöffnet.

Was kann man in Saint-Valery-en-Caux unternehmen?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Hafen, die Kreidefelsen der Alabasterküste, die Maison Henri IV, der Kiesstrand und die Gedenkstätten zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

Unser Fazit: Wohnmobilstellplatz mit Meerblick in der Normandie

Der Wohnmobilstellplatz von Saint-Valery-en-Caux punktet vor allem mit seiner außergewöhnlichen Lage.

Direkt am Meer übernachten, morgens auf die Kreidefelsen schauen und anschließend zu Fuß durch einen typisch normannischen Hafenort schlendern – genau solche Plätze machen eine Wohnmobilreise entlang der französischen Küste besonders.

Die Ausstattung ist zweckmäßig, die Stellflächen sind nicht besonders großzügig und die Anfahrt verlangt bei größeren Fahrzeugen etwas Aufmerksamkeit.

Wer damit leben kann, findet hier einen preiswerten Ausgangspunkt, um die Alabasterküste zu entdecken.

Für uns ist Saint-Valery-en-Caux vor allem eines: ein Ort, an dem man sich Zeit nehmen sollte, statt nur schnell die nächste Übernachtung abzuhaken.

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