Wir haben ein neues Projekt! Wir wollen einen VW T3 Syncro Doka zum elektrischen 4×4-Camper umbauen. Mit Elektroantrieb, dem originalen Allrad-Antriebsstrang und einer selbst gebauten Wohnkabine mit Hubdach. Warum ausgerechnet ein T3? Weil wir damit zu unseren Wurzeln zurückkehren. Allerdings mit moderner Technik.
Uns ist offenbar langweilig geworden …
Man könnte meinen, dass wir mit unserem Mercedes-Benz 1224 AF eigentlich genug zu tun haben. Schließlich leben wir seit über zwei Jahren in unserem selbst ausgebauten Expeditions-LKW. Und wer ein altes Fahrzeug fährt, weiß: Irgendetwas gibt es immer zu reparieren, zu verbessern oder umzubauen.
Aber uns ist trotzdem langweilig 😉
Deshalb haben wir uns ein neues Projekt in den Kopf gesetzt. Eines, das uns vermutlich noch einige graue Haare bescheren wird.
Wir wollen einen VW T3 Syncro Doka auf Elektroantrieb umbauen und daraus einen kompakten, geländegängigen Camper machen.
Mit Batterien im sogenannten Doka-Tresor, dem originalen Allrad-Antriebsstrang und einer leichten Wohnkabine mit Hubdach.
Klingt nach einer Menge Arbeit? Jo, finden wir auch.
Back to the Roots – aber elektrisch!

Warum ausgerechnet ein VW T3?
Ganz einfach: Weil mit diesem Auto für uns irgendwie alles angefangen hat.
Der T3 ist für uns nämlich viel mehr als ein kultiger alter Bulli. Er ist ein Stück unserer eigenen Geschichte.
Als Lars noch als selbstständiger Hufschmied gearbeitet hat, waren VW T3 Dokas seine Arbeitsautos. Robust, praktisch und mit ausreichend Platz für Werkzeug und alles, was man als Hufschmied so braucht.
Und auch beim Reisen hat uns der T3 lange begleitet.
Wir hatten einen VW T3 mit Weinsberg-Ausbau, mit dem wir jahrelang in den Urlaub gefahren sind. Lange bevor wir in unseren 12-Tonnen-Benz gezogen sind, waren wir also schon mit einem T3 unterwegs.
Mit deutlich weniger Platz, weniger Ausstattung und vermutlich auch weniger Komfort als heute. Aber das hat uns damals nicht gestört.
Und jetzt wollen wir zurück zu unseren Wurzeln.
Allerdings nicht einfach mit einem nostalgischen Oldtimer-Projekt. Sondern mit einer modernen Interpretation des Fahrzeugs, das uns so viele Jahre begleitet hat.
Ein klassischer VW T3 Syncro Doka, aber mit Elektroantrieb. Die bewährte Allradtechnik soll bleiben, der Verbrennungsmotor muss weichen. Dazu eine leichte Wohnkabine mit Hubdach.
Wir verbinden also ein Stück unserer Vergangenheit mit moderner Antriebstechnik.
Und irgendwie schließt sich damit für uns ein Kreis.
Vom T3-Camper über den selbst ausgebauten Expeditions-LKW zurück zum T3.
Nur diesmal elektrisch. Und mit Allradantrieb.

Warum ein VW T3 Syncro Doka?
Der VW T3 Syncro ist unter Allradfans längst eine Legende. Und Lars wollte schon immer einen haben.
Der gemeinsam mit Steyr-Daimler-Puch entwickelte Allradantrieb macht den kantigen Bulli zu einem erstaunlich geländetauglichen Fahrzeug.
Besonders interessant finden wir die Doppelkabine, kurz Doka.
Sie kombiniert eine Fahrerkabine mit zwei Sitzreihen und eine offene Ladefläche. Genau diese Ladefläche möchten wir für unsere Wohnkabine nutzen.
Gleichzeitig ist der T3 deutlich kompakter und handlicher als unser Mercedes-Benz 1224 AF.
Und genau darin liegt für uns der Reiz.
Wir wollen ein Fahrzeug, das sich auch auf schmalen Wegen und abseits befestigter Straßen gut bewegen lässt. Einen kleinen 4×4-Camper, bei dem die Geländetauglichkeit nicht durch einen riesigen Wohnaufbau zunichtegemacht wird.
Deshalb haben wir uns bewusst für einen Syncro entschieden.
Denn der Allradantrieb ist für uns keine nette Zusatzausstattung, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.

Ein Elektroantrieb für den VW T3 Syncro
Jetzt wird es technisch.
Unser Plan ist, den ursprünglichen Verbrennungsmotor auszubauen und durch einen Elektromotor zu ersetzen.
Allerdings wollen wir nicht das komplette Antriebskonzept verändern.
Der vorhandene Antriebsstrang des VW T3 Syncro soll vollständig erhalten bleiben.
Das bedeutet, dass wir den Elektromotor an den bestehenden Antriebsstrang koppeln möchten.
Getriebe, Vorderachs- und Hinterachsantrieb sowie die vorhandene Allradtechnik sollen grundsätzlich weiter genutzt werden.
Warum?
Weil wir die ursprünglichen Geländeeigenschaften des Syncro erhalten möchten.
Wir wollen keinen elektrisch angetriebenen Straßen-Bulli, sondern einen vollwertigen 4×4-Camper.
Natürlich bringt diese Idee einige Herausforderungen mit sich.
Ein Elektromotor liefert seine Leistung und sein Drehmoment ganz anders als ein Verbrennungsmotor. Deshalb müssen wir herausfinden, welcher Motor geeignet ist und wie er sich mit dem vorhandenen Getriebe kombinieren lässt.
Auch die Belastbarkeit des Antriebsstrangs spielt eine Rolle.
Schließlich nützt uns die schönste elektrische Antriebstechnik nichts, wenn wir damit anschließend das Getriebe zerlegen.
Welche Motorleistung sinnvoll ist, wie die Steuerung aussehen soll und welche Anpassungen notwendig werden, steht noch nicht fest.
Das müssen wir alles erst herausfinden.
Und natürlich muss der gesamte Umbau am Ende auch zulassungsfähig sein.
Die Batterien sollen in den Doka-Tresor
Eine der wichtigsten Fragen bei einem Elektro-Umbau lautet: Wohin mit den Batterien?
Beim VW T3 Doka gibt es dafür einen interessanten Platz.
Den sogenannten Doka-Tresor.
Dabei handelt es sich um den Stauraum unterhalb der Ladefläche, der von außen über seitliche Klappen zugänglich ist.
Und genau dort möchten wir unsere Batterien unterbringen.
Die Idee dahinter hat vor allem mit der Gewichtsverteilung zu tun.
Batterien sind schwer. Je nach benötigter Kapazität können schnell einige Hundert Kilogramm zusammenkommen.
Dieses Gewicht möchten wir möglichst tief im Fahrzeug platzieren.
Denn ein niedriger Schwerpunkt ist für uns eines der wichtigsten Ziele bei diesem Umbau.
Die Unterbringung im Doka-Tresor könnte mehrere Vorteile haben:
- Die Batterien sitzen vergleichsweise tief im Fahrzeug.
- Der Schwerpunkt könnte dadurch günstig beeinflusst werden.
- Der Platz in der Wohnkabine bleibt für den eigentlichen Ausbau erhalten.
- Die Gewichtsverteilung lässt sich möglicherweise gezielt optimieren.
Allerdings ist das zunächst unsere Wunschlösung.
Ob der vorhandene Raum tatsächlich ausreicht, welche Batteriekapazität dort untergebracht werden kann und wie wir die Akkus sicher befestigen und schützen, müssen wir noch klären.
Auch die Kühlung beziehungsweise Temperierung der Batterien und der Schutz vor Wasser, Schmutz und mechanischen Beschädigungen werden wichtige Themen.
Und dann wäre da natürlich noch das Gewicht.

Eine Wohnkabine mit Hubdach
Neben dem Elektroantrieb wird die Wohnkabine das zweite große Teilprojekt.
Unsere Vorstellung ist eine Art Absetzkabine, die auf der Ladefläche des VW T3 Doka sitzt.
Allerdings soll sie nicht tatsächlich absetzbar sein.
Wir möchten die Kabine fest mit dem Fahrzeug verbinden.
Das Grundkonzept orientiert sich also an einer kompakten Wohnkabine für einen Pickup, wird aber speziell für unseren T3 entwickelt.
Und diese Kabine soll ein Hubdach bekommen.
Warum?
Weil wir während der Fahrt so flach wie möglich bleiben möchten.
Im Stand wird das Dach angehoben, damit wir im Inneren ausreichend Stehhöhe haben. Während der Fahrt bleibt es abgesenkt.
Dabei geht es uns ausdrücklich nicht darum, unbedingt unter der magischen Zwei-Meter-Grenze zu bleiben.
Die werden wir vermutlich ohnehin nicht schaffen.
Aber das ist auch gar nicht unser eigentliches Ziel.
Uns geht es um die Fahreigenschaften.
Ein hoher Wohnaufbau verlagert den Schwerpunkt nach oben. Das kann sich gerade bei einem geländegängigen Fahrzeug negativ auswirken.
Besonders bei seitlichen Schräglagen, auf unebenem Untergrund oder bei schnellen Ausweichbewegungen spielt der Schwerpunkt eine wichtige Rolle.
Deshalb wollen wir die Kabine möglichst niedrig und leicht konstruieren.
Das Hubdach soll uns ermöglichen, beides miteinander zu verbinden: eine kompakte Fahrzeughöhe während der Fahrt und ausreichend Platz zum Wohnen im Stand.
Wie der Hubmechanismus genau aussehen wird, welche Materialien wir verwenden und wie wir die Kabine isolieren, steht noch nicht fest.
Aber die grundsätzliche Richtung ist klar.
So wenig Höhe wie möglich. So viel Wohnkomfort wie nötig.
Die größte Herausforderung wird vermutlich das Gewicht
Wenn wir eines von unserem bisherigen Ausbau gelernt haben, dann ist es, dass Gewicht schneller zusammenkommt, als man denkt.
Und beim VW T3 Syncro dürfte das noch einmal eine ganz andere Herausforderung werden als bei unserem 12-Tonnen-Benz.
Schließlich wollen wir einiges unterbringen.
Einen Elektromotor mit der dazugehörigen Technik, einen Batteriespeicher, eine Wohnkabine mit Hubdach und natürlich die notwendige Campingausstattung.
Und irgendwann wollen wir selbst ja auch noch mitfahren.
Das alles muss innerhalb der zulässigen Gesamtmasse und Achslasten bleiben.
Deshalb werden wir sehr genau rechnen müssen.

Auf der einen Seite fällt durch den Ausbau des Verbrennungsmotors und einiger dazugehöriger Komponenten Gewicht weg.
Auf der anderen Seite kommen der Elektromotor, die Batterien, die Leistungselektronik und die Ladeinfrastruktur hinzu.
Und dann ist da noch die Wohnkabine.
Wir werden uns deshalb bei jedem Bauteil fragen müssen, ob wir es wirklich brauchen und wie schwer es sein darf.
Unser Ziel ist nicht, möglichst viel Ausstattung in einen kleinen Camper zu quetschen.
Vielmehr wollen wir einen sinnvollen Kompromiss zwischen Gewicht, Komfort und Geländetauglichkeit finden.
Denn was nützt uns ein Allradfahrzeug, wenn wir es anschließend so schwer machen, dass seine ursprünglichen Vorteile verloren gehen?
Wie viel Reichweite braucht ein elektrischer 4×4-Camper?
Natürlich stellt sich auch die Frage nach der Reichweite.
Wie groß muss der Batteriespeicher sein? Wie weit kommen wir mit einer Ladung? Und wie hoch wird der tatsächliche Energieverbrauch?
Darauf haben wir heute noch keine Antworten.
Die Reichweite hängt schließlich von vielen Faktoren ab.
Vom Fahrzeuggewicht, der Effizienz des Antriebs, der Bereifung, der Geschwindigkeit, dem Gelände und nicht zuletzt vom Luftwiderstand unserer Wohnkabine.
Eine größere Batterie ermöglicht grundsätzlich mehr Reichweite.
Aber eine größere Batterie bedeutet auch mehr Gewicht.
Und genau hier beginnt der Zielkonflikt.
Wir wollen schließlich keinen Elektrocamper bauen, der zwar eine beeindruckende Reichweite hat, aber durch sein Gewicht seine Geländetauglichkeit verliert.
Deshalb wird die Dimensionierung des Batteriespeichers eine der spannendsten Entscheidungen bei diesem Projekt.
Vielleicht müssen wir uns auch von der Vorstellung verabschieden, mit einer Batterieladung möglichst weit fahren zu können.
Denn unser Ziel ist nicht unbedingt, einen Langstreckenrekord aufzustellen.
Wir wollen einen kompakten, elektrisch angetriebenen Allradcamper bauen, mit dem wir auf Reisen gehen können.
Wie das im Alltag funktioniert, werden wir herausfinden.

Kein Luxusliner, sondern ein kompakter 4×4-Camper
Wer unseren Benz kennt, weiß, dass wir durchaus einen gewissen Komfort zu schätzen wissen.
Schließlich leben wir dauerhaft in unserem LKW.
Aber der VW T3 soll kein zweites großes Zuhause werden.
Wir möchten einen kleinen, funktionalen Camper bauen, der alles mitbringt, was man für kürzere und vielleicht auch längere Reisen braucht.
Dabei steht die Geländetauglichkeit im Vordergrund.
Das bedeutet für uns auch, bewusst auf Dinge zu verzichten.
Nicht jeder Zentimeter muss mit Schränken zugebaut werden. Nicht jedes technische Gadget muss an Bord sein.
Viel wichtiger sind uns ein durchdachter Grundriss, möglichst geringes Gewicht und eine robuste Konstruktion.
Und natürlich soll das Ganze am Ende auch noch Spaß machen.
Sowohl beim Fahren als auch beim Campen.
Was sagt eigentlich der TÜV dazu?
Ein Elektro-Umbau ist natürlich nicht damit erledigt, dass man den alten Motor ausbaut und einen neuen hineinschraubt.
Es gibt eine ganze Reihe technischer und rechtlicher Anforderungen, die wir berücksichtigen müssen.
Dazu gehören unter anderem die elektrische Sicherheit, die fachgerechte Integration des Hochvoltsystems, die Befestigung der Batterien und die Auswirkungen des Umbaus auf das Fahrzeug.
Auch die Bremsanlage, die Gewichtsverteilung und die Betriebssicherheit müssen betrachtet werden.
Und die Wohnkabine ist ebenfalls Teil des Gesamtkonzepts.
Deshalb werden wir uns frühzeitig mit einem TÜVer abstimmen müssen.
Denn wir wollen am Ende nicht nur ein technisch interessantes Fahrzeug haben, sondern eines, das wir auch ganz offiziell auf öffentlichen Straßen bewegen dürfen.
Wir haben einen Plan. Noch keinen fertigen Bauplan.
Eines möchten wir ausdrücklich klarstellen:
Wir stehen mit diesem Projekt noch ganz am Anfang.
Wir haben eine Vorstellung davon, wie unser Elektro-Syncro einmal aussehen und funktionieren soll.
Aber viele technische Details sind noch offen.
Welcher Elektromotor wird es? Welche Batterien passen in den Doka-Tresor? Wie schwer darf die Wohnkabine werden? Wie bauen wir das Hubdach? Und welche Reichweite ist realistisch?
Das alles müssen wir noch herausfinden.
Und vermutlich werden wir unterwegs feststellen, dass die eine oder andere Idee nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben.
Wer unsere bisherigen Projekte kennt, weiß, dass das durchaus vorkommen kann.
Manchmal sogar öfter.
Aber genau das macht für uns den Reiz solcher Umbauten aus.
Wir wollen ausprobieren, lernen, Lösungen finden und euch dabei mitnehmen.
Nicht nur dann, wenn alles funktioniert.
Sondern auch dann, wenn etwas gründlich schiefgeht.
Was wird aus unserem Benz?
Keine Sorge: Unser Mercedes-Benz 1224 AF bleibt natürlich unser Zuhause auf Rädern.
Wir haben nicht vor, ihn durch den VW T3 zu ersetzen.
Der Elektro-Syncro soll ein zusätzliches Reisefahrzeug werden und vor allem ein Projekt, bei dem wir unsere Begeisterung für alte Fahrzeuge, Allradtechnik, Camping und moderne Antriebskonzepte miteinander verbinden können.
Und vielleicht ist genau das der schönste Aspekt an der ganzen Geschichte.
Wir kehren zu dem Fahrzeug zurück, mit dem wir schon vor vielen Jahren unterwegs waren.
Damals als Arbeitsauto und als klassischer Camper.
Heute mit einer ganz neuen Idee.
Back to the Roots – aber elektrisch!
Begleitet uns beim Projekt Elektro-Syncro!
Wir möchten den Umbau von Anfang an dokumentieren.
Von der Planung über die technischen Entscheidungen bis zum Bau der Wohnkabine und den ersten Fahrversuchen.
Natürlich wird es dazu auch Videos auf unserem YouTube-Kanal Niekerkensreise geben.
Und wir freuen uns besonders über den Austausch mit Menschen, die selbst Erfahrungen mit dem VW T3 Syncro, Elektro-Umbauten oder dem Bau leichter Wohnkabinen haben.
Vielleicht hat ja jemand genau die Lösung für ein Problem, über das wir uns gerade den Kopf zerbrechen.
Denn eines steht schon jetzt fest:
Wir haben uns da wieder etwas vorgenommen. Und langweilig wird uns in nächster Zeit ganz bestimmt nicht.
Jetzt seid ihr gefragt!
Was haltet ihr von unserer Idee?
Ist ein elektrisch angetriebener VW T3 Syncro Doka mit Wohnkabine ein spannendes Konzept oder kompletter Wahnsinn?
Habt ihr Erfahrungen mit Elektro-Umbauten, dem originalen Syncro-Antriebsstrang oder besonders leichten Wohnkabinen?
Schreibt uns eure Meinung und eure Ideen in die Kommentare.
Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!
Eure Anja, Lars und Elvis
Niekerkensreise – unterwegs ist unser Zuhause.


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