Der Camping-Knigge: Die 10+1 ungeschriebenen Gesetze auf dem Campingplatz

Camping verändert sich. Immer mehr Menschen entdecken das Reisen mit dem Wohnmobil, Camper oder Wohnwagen für sich. Das ist grundsätzlich eine schöne Entwicklung. Gleichzeitig entstehen aber immer häufiger Konflikte auf dem Campingplatz – nicht, weil Menschen rücksichtslos sind, sondern weil viele die ungeschriebenen Regeln des Campings gar nicht kennen.

Denn die wichtigsten Campingregeln stehen in keiner Platzordnung. Sie wurden über Jahrzehnte von Camper zu Camper weitergegeben.

In diesem Artikel zeigen wir Euch den Camping-Knigge mit den 10+1 ungeschriebenen Gesetzen, die das Miteinander auf dem Campingplatz entspannter machen.


Warum ein Camping-Knigge heute wichtiger ist denn je

Früher kamen viele Camper aus Familien, die seit Generationen campen gingen. Die Regeln lernte man ganz automatisch.

Heute kaufen sich viele ihr erstes Wohnmobil oder einen Camper und starten direkt ins Abenteuer. Das ist großartig – nur fehlt oft jemand, der erklärt, wie Campinggemeinschaft eigentlich funktioniert.

Dabei geht es nicht um Verbote oder Bevormundung.

Es geht um Rücksicht.


Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

1. Die Parzellengrenze

Die wichtigste ungeschriebene Regel lautet:

Laufe niemals über die Parzelle eines anderen Campers.

Auch wenn das Waschhaus direkt dahinter liegt.

Auch wenn es nur zwei Schritte spart.

Die Parzelle ist für viele Camper ihr kleines Zuhause auf Zeit.


2. Ruhezeiten sind heilig

Natürlich gibt es auf jedem Campingplatz offizielle Ruhezeiten.

Doch erfahrene Camper leben diese oft auch außerhalb der Platzordnung.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Schiebetüren morgens möglichst leise schließen
  • keine laute Musik
  • keine langen Gespräche direkt vor anderen Fahrzeugen
  • Türen nicht knallen lassen

Campingplätze sind erstaunlich hellhörig.

Mercedes-Benz Expeditionsmobil von Niekerkensreise am Ufer eines ruhigen Flusses in der Abenddämmerung. Die friedliche Stimmung bei Sonnenuntergang symbolisiert die Bedeutung von Ruhezeiten auf dem Campingplatz.

3. Außenbeleuchtung aus, wenn andere schlafen

Viele moderne Wohnmobile verfügen über helle LED-Beleuchtung.

Sie sieht schick aus.

Für den Nachbarn kann sie jedoch bedeuten, dass das Schlafzimmer die ganze Nacht beleuchtet wird.

Deshalb gilt:

Nur so viel Licht wie nötig.


4. Hilfe anbieten – aber nicht ungefragt dirigieren

Fast jeder Camper freut sich über Hilfe beim Einparken.

Aber nur dann, wenn sie gewünscht ist.

Ein freundliches:

„Braucht Ihr Hilfe?“

kommt meistens besser an als zehn ungefragte Kommandos.


5. An der Entsorgungsstation gilt Diskretion

Die Entsorgungsstation gehört sicherlich nicht zu den schönsten Orten eines Campingplatzes.

Deshalb gilt hier eine einfache Regel:

  • zügig arbeiten
  • sauber arbeiten
  • anschließend Platz für den Nächsten machen

Ein kurzes „Moin“ reicht vollkommen.

Feuerschale vor dem roten Expeditionsmobil von Niekerkensreise in der Abenddämmerung. Das knisternde Lagerfeuer und die dezente Außenbeleuchtung schaffen eine gemütliche Campingatmosphäre auf dem Stellplatz.

6. Klappern gehört in die Küche – aber nicht um 23 Uhr

Beim Camping hört man fast alles.

Der Topfdeckel.

Das Besteck.

Die Kaffeemaschine.

Deshalb lohnt es sich, gerade spät am Abend oder früh am Morgen etwas leiser zu sein.


7. Hunde gehören dazu – aber mit Rücksicht

Viele Camper reisen mit Hund.

Das funktioniert hervorragend, wenn einige einfache Regeln beachtet werden.

Dazu gehören:

  • Hund anleinen, wenn es erforderlich ist
  • Hinterlassenschaften entfernen
  • nicht an fremden Fahrzeugen oder Vorzelten markieren lassen
  • dauerhaftes Bellen vermeiden

8. Rauch und Grillduft kennen die Windrichtung

Der Duft vom Grill gehört für viele zum Camping dazu.

Für den Nachbarn vielleicht nicht.

Ein kurzer Blick auf die Windrichtung verhindert oft unnötigen Ärger.

Das gilt übrigens auch für Zigarettenrauch.


9. Geheimtipps bleiben Geheimtipps

Jeder freut sich über einen traumhaften Stellplatz.

Doch nicht jeder Platz ist für tausende Besucher ausgelegt.

Deshalb lohnt es sich, vor dem Veröffentlichen von GPS-Daten kurz nachzudenken.

Manchmal schützt Diskretion genau die Orte, die wir alle lieben.


10. Toiletten und Duschhäuser sauber verlassen

Eigentlich selbstverständlich.

Und trotzdem einer der häufigsten Gründe für Frust auf Campingplätzen.

Deshalb gilt:

Verlasse Sanitäranlagen so, wie Du sie selbst gern vorfinden möchtest.


+1 Das wichtigste Gesetz: Grüßen. Immer grüßen.

Es kostet nichts.

Es dauert eine Sekunde.

Und trotzdem verändert ein freundliches „Moin“, „Hallo“ oder ein Lächeln die Atmosphäre auf einem Campingplatz komplett.

Man muss nicht mit jedem den Abend verbringen.

Man muss nicht gemeinsam grillen.

Aber ein kurzer Gruß zeigt:

„Wir teilen uns diesen Platz und begegnen uns mit Respekt.“

Vielleicht ist genau das die wichtigste aller Campingregeln.


Camping bedeutet Rücksicht

Der schönste Campingplatz nützt wenig, wenn das Miteinander nicht funktioniert.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr mit einem:

  • Wohnmobil
  • Camper
  • Van
  • Wohnwagen
  • Expeditionsmobil
  • oder Zelt

unterwegs seid.

Camping lebt von Menschen, die Rücksicht nehmen, freundlich miteinander umgehen und die Freiheit genießen, ohne anderen die ihre zu nehmen.

Genau darum geht es beim Camping-Knigge.


Video: Der Camping-Knigge – Die 10+1 ungeschriebenen Gesetze

In unserem YouTube-Video sprechen wir ausführlich über jede einzelne Regel, erzählen eigene Erfahrungen und diskutieren, warum gerade das Grüßen für uns die wichtigste ungeschriebene Regel auf jedem Campingplatz ist.

👉 Hier geht’s zum Video: (YouTube-Link ergänzen)


Welche ungeschriebene Campingregel fehlt?

Jetzt seid Ihr dran.

Welche ungeschriebene Regel gehört für Euch unbedingt in den Camping-Knigge?

Schreibt sie gerne in die Kommentare – wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wenn Du Lust hast mehr über unser Fulltime Vanlife Projekt zu erfahren: Du findest uns aktuell auf Instagram unter @niekerkensreise.

Wir nutzen deine E-Mail-Adresse um dir wöchentlich den Newsletter zuzusenden. Zum Versand nutzen wir den Newsletter-Anbieter Mailchimp.