Was kostet Urlaub mit dem Wohnmobil wirklich? Unsere echten Kosten für 2 Wochen Deutschland-Roadtrip

Zwei Wochen unterwegs mit dem Wohnmobil durch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ostsee, Seen, kleine Stellplätze, Campingplätze, Church4Night und ein paar kostenlose Naturspots. Klingt grundsätzlich gut. Aber was kostet so ein Roadtrip mit dem Wohnmobil wirklich?

Genau das wollten wir einmal transparent aufschreiben. Ohne Schönrechnerei. Ohne „Vanlife ist total billig“-Romantik. Sondern mit echten Zahlen aus unserem Alltag.

Wir – Anja, Lars und Elvis – leben seit über 1,5 Jahren in unserem selbst ausgebauten Mercedes Benz 1224 AF 4×4 und waren im Mai zwei Wochen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg unterwegs.

Unsere Route führte:

  • vom Overlander-Treffen am Quaduxenbarg,
  • über Wismar,
  • an die Ostsee,
  • ins Haffcamp,
  • an mehrere Seen,
  • bis an die Elbe nach Wittenberge.

In diesem Artikel zeigen wir euch unsere echten Roadtrip-Kosten für:

  • Stellplätze & Campingplätze,
  • Diesel,
  • Duschen,
  • Wäsche,
  • kleine Extras unterwegs,
  • und sogar die oft vergessenen Verschleißkosten.

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Weitere Informationen

Unsere Route durch Mecklenburg-Vorpommern & Brandenburg

Unsere Tour führte uns über mehrere Etappen:

  • Ardestorf → Quaduxenbarg
  • Wismar
  • Sanddornstrand
  • Haffcamp
  • Treptowsee
  • Jabeler See
  • Church4Night
  • Wittenberge
  • zurück nach Ardestorf

Insgesamt sind wir rund:

719km

mit unserem Feuerwehr-LKW gefahren.


Kosten für Stellplätze und Campingplätze

Overlander-Treffen am Quaduxenbarg

Unser erster Stopp war das Overlander-Treffen am Quaduxenbarg. Dort haben wir nicht nur viele spannende Fahrzeuge gesehen, sondern Anja hat auch einen Vortrag zu unserem Buchprojekt gehalten.

Kosten:

  • Stellplatz: 25 Euro
  • Brötchen und Bier: 15 Euro
  • Duschen:
    • Anja: 2 × 2 Euro
    • Lars: 2 × 2 Euro

Gesamtkosten:

25+8+15=48Euro


Wohnmobilstellplatz Wismar

Danach ging es weiter nach Wismar. Direkt am Hafen durfte natürlich eins nicht fehlen: Fischbrötchen.

Kosten:

  • Stellplatz: 21,50 Euro
  • Fischbrötchen: 18 Euro

Gesamtkosten:

21,5+18=39,5Euro21{,}5 + 18 = 39{,}5\,\text{Euro}21,5+18=39,5Euro


Wohnmobilstellplatz Sanddornstrand

Am Sanddornstrand standen wir zwei Nächte direkt an der Ostsee.

Kosten:

  • 2 Nächte Stellplatz:
    221=42Euro2 \cdot 21 = 42\,\text{Euro}2⋅21=42Euro
  • Fischbrötchen: 22 Euro

Gesamtkosten:

42+22=64Euro42 + 22 = 64\,\text{Euro}42+22=64Euro


Haffcamp: Der teuerste Platz der Reise

Das HaffCamp war gleichzeitig auch der teuerste Platz unserer Reise. Dafür bekommt man dort allerdings auch einen sehr gepflegten Campingplatz mit guter Ausstattung und direkter Lage am Wasser.

Kosten:

  • 3 Nächte:
    355=165Euro3 \cdot 55 = 165\,\text{Euro}3⋅55=165Euro
  • Waschmaschine & Trockner:
    16Euro16\,\text{Euro}16Euro

Gesamtkosten:

165+16=181Euro165 + 16 = 181\,\text{Euro}165+16=181Euro


Kostenlos stehen am Treptowsee

Danach wurde es deutlich ruhiger – und günstiger.

Am Treptowsee standen wir komplett kostenlos mitten in der Natur.

Kosten:

0Euro0\,\text{Euro}0Euro

Und genau das mögen wir an dieser Mischung aus Campingplatz, Stellplatz und freiem Stehen so gern.


Natur- und Strandcamping am Jabeler See

Danach ging es weiter an den Jabeler See.

Kosten:

250=100Euro2 \cdot 50 = 100\,\text{Euro}2⋅50=100Euro

Auch hier waren Duschen bereits inklusive.


Church4Night: Camping an der Kirche

Ein besonderes Erlebnis war unser Stopp bei Church4Night.

Das Konzept verbindet Kirchen und Wohnmobilreisende auf eine sehr entspannte und gastfreundliche Art.

Kosten:

  • Spende: 20 Euro
  • Honig: 3 Euro

Gesamtkosten:

20+3=23Euro20 + 3 = 23\,\text{Euro}20+3=23Euro


Was kostet Diesel für einen Roadtrip mit einem Feuerwehr-LKW?

Unser Mercedes Benz 1224 AF 4×4 verbraucht ungefähr:

23Liter/100km23\,\text{Liter}/100\,\text{km}23Liter/100km

Bei insgesamt 719 gefahrenen Kilometern ergibt das:

71923100165Liter Diesel719 \cdot \frac{23}{100} \approx 165\,\text{Liter Diesel}719⋅10023​≈165Liter Diesel

Getankt haben wir für:

1,93Euro/Liter1{,}93\,\text{Euro/Liter}1,93Euro/Liter

Dadurch ergeben sich Dieselkosten von:

1651,93318Euro165 \cdot 1{,}93 \approx 318\,\text{Euro}165⋅1,93≈318Euro


Warum Wohnmobilurlaub in Deutschland teurer geworden ist

Viele Wohnmobilfahrer merken es inzwischen deutlich: Urlaub mit dem Wohnmobil in Deutschland ist in den letzten Jahren spürbar teurer geworden.

Gerade beliebte Regionen wie:

  • Mecklenburg-Vorpommern,
  • die Ostsee,
  • Brandenburg,
  • Nordsee,
  • Bayern
    oder große Seenlandschaften

haben ihre Preise teilweise deutlich angehoben.

Während einfache Wohnmobilstellplätze früher oft zwischen 8 und 15 Euro kosteten, liegen viele Plätze heute bei:

  • 20 bis 35 Euro pro Nacht,
  • Campingplätze oft sogar bei 40 bis 60 Euro oder mehr.

Dazu kommen:

  • steigende Energiekosten,
  • höhere Personalkosten,
  • Inflation,
  • Investitionen in Sanitäranlagen,
  • größere Nachfrage durch den Wohnmobilboom.

Gerade moderne Campingplätze entwickeln sich zunehmend zu kleinen Ferienanlagen mit:

  • Wellness,
  • Restaurants,
  • Pool,
  • Animation,
  • großen Sanitärhäusern,
  • digitalen Buchungssystemen.

Das alles kostet natürlich Geld.

Deshalb mögen wir persönlich die Mischung:

  • mal Campingplatz,
  • mal einfacher Stellplatz,
  • mal kostenlos mitten in der Natur.

Und genau dadurch lassen sich die Kosten auch heute noch ganz gut steuern.


Wie man beim Roadtrip mit dem Wohnmobil Geld sparen kann

1. Langsamer reisen

Der größte Kostenpunkt bei vielen Roadtrips ist tatsächlich:

das viele Fahren.

Unser Mercedes Benz 1224 AF 4×4 verbraucht etwa:

23Liter/100km23\,\text{Liter}/100\,\text{km}23Liter/100km

Deshalb bleiben wir lieber mehrere Nächte an einem Ort, statt jeden Tag weiterzufahren.

Das spart:

  • Diesel,
  • Stress,
  • Verschleiß,
  • und oft auch Nerven.

2. Campingplatz und Freistehen kombinieren

Wer jeden Abend auf einem Premium-Campingplatz steht, gibt schnell mehrere hundert Euro zusätzlich aus.

Unsere Erfahrung:
Die Mischung macht’s.

Zum Beispiel:

  • zwischendurch kostenlos stehen,
  • einfache Stellplätze nutzen,
  • und ab und zu bewusst einen schönen Campingplatz genießen.

Genau dadurch bleiben die Gesamtkosten überschaubar.


3. Selbst kochen statt ständig essen gehen

Gerade an touristischen Orten summieren sich Restaurantbesuche schnell.

Natürlich gehören Fischbrötchen an der Ostsee für uns irgendwie dazu. Aber insgesamt kochen wir im Wohnmobil sehr viel selbst.

Das spart gerade auf längeren Reisen enorm Geld.


4. Nebensaison nutzen

Außerhalb der Ferien oder in der Vorsaison sind viele Plätze deutlich günstiger.

Außerdem:

  • weniger volle Plätze,
  • weniger Stress,
  • mehr Ruhe,
  • entspannteres Reisen.

Gerade für Menschen 40+ empfinden wir das oft als deutlich angenehmer.


Campingplatz, Stellplatz oder Freistehen – was ist günstiger?

Viele Diskussionen drehen sich inzwischen um genau diese Frage.

Dabei hat jede Reiseform ihre Vor- und Nachteile.

ArtVorteileNachteileTypische Kosten
CampingplatzKomfort, Duschen, Strom, Sanitärteuer, oft voll40–60 €
Stellplatzpraktisch, unkompliziertdichter stehen15–30 €
Freistehenkostenlos, Natur, Ruhekeine Infrastruktur0 €

Wir persönlich mögen die Mischung aus allem.

Denn:

  • manchmal genießen wir bewusst Komfort,
  • manchmal wollen wir einfach nur ruhig am Wasser stehen,
  • und manchmal reicht uns ein einfacher Stellplatz völlig aus.

Die Kosten, die viele vergessen: Verschleiß

Viele rechnen beim Wohnmobilurlaub nur:

  • Diesel,
  • Campingplätze,
  • Essen.

Was oft vergessen wird:

  • Reifen,
  • Ölwechsel,
  • Wartung,
  • Reparaturen,
  • Rücklagen.

In einem früheren Kostenvideo haben wir für unseren Benz ungefähr folgende Verschleißkosten angesetzt:

900Euro5000km=0,18Euro/km\frac{900\,\text{Euro}}{5000\,\text{km}} = 0{,}18\,\text{Euro/km}5000km900Euro​=0,18Euro/km

Das wären bei dieser Reise zusätzlich:

7190,18129Euro719 \cdot 0{,}18 \approx 129\,\text{Euro}719⋅0,18≈129Euro

Natürlich zahlen wir diese Summe nicht direkt an der Tankstelle. Langfristig gehören solche Kosten aber realistisch betrachtet dazu.


Unsere gesamten Roadtrip-Kosten im Überblick

Stellplätze & Camping:

  • Quaduxenbarg: 33 Euro
  • Wismar: 21,50 Euro
  • Sanddornstrand: 42 Euro
  • Haffcamp: 181 Euro
  • Jabeler See: 100 Euro
  • Church4Night: 23 Euro

Summe:

33+21,5+42+181+100+23=400,5Euro


Essen unterwegs:

  • Fischbrötchen: 40 Euro
  • Honig: 3 Euro
  • Bier & Brötchen: 15 Euro

Summe:

58 Euro


Diesel:

318Euro


Gesamtkosten ohne Verschleiß

400,5+58+318≈778Euro

Also rund:

778 Euro für 2 Wochen Roadtrip


Gesamtkosten mit Verschleiß

778+129≈1006 Euro

Also ungefähr:

1006 Euro reale Gesamtkosten


Warum wir Lebensmittel nicht eingerechnet haben

Normale Lebensmittelkosten haben wir bewusst nicht berücksichtigt.

Denn:
Essen würden wir zuhause schließlich auch.

Wir haben deshalb nur zusätzliche Reisekosten eingerechnet, die direkt durch den Roadtrip entstanden sind.


Unser Fazit

Deutschlandurlaub mit dem Wohnmobil ist definitiv teurer geworden. Gerade Campingplätze schlagen inzwischen ordentlich zu Buche.

Trotzdem lieben wir genau diese Mischung:

  • mal Campingplatz,
  • mal einfacher Stellplatz,
  • mal kostenlos mitten in der Natur.

Und genau das macht für uns den Reiz am Reisen mit unserem Feuerwehr-LKW aus.


FAQ: Was kostet Urlaub mit dem Wohnmobil?

Was kostet ein Roadtrip mit dem Wohnmobil in Deutschland?

Das hängt stark von:

  • Fahrzeug,
  • Dieselverbrauch,
  • Reisegeschwindigkeit,
  • Campingplätzen
    und dem eigenen Reisestil ab.

Unsere zwei Wochen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben ungefähr:

  • 760 Euro direkte Reisekosten
  • beziehungsweise rund 890 Euro inklusive Verschleiß
    gekostet.

Wie teuer sind Campingplätze in Deutschland 2026?

Viele Campingplätze liegen inzwischen zwischen:

  • 40 und 60 Euro pro Nacht.

Besonders beliebte Regionen an:

  • Ostsee,
  • Nordsee,
  • Seen
    sind oft deutlich teurer geworden.

Was kostet Freistehen mit dem Wohnmobil?

Freistehen kann kostenlos sein.

Allerdings:

  • nicht überall erlaubt,
  • oft ohne Infrastruktur,
  • und man sollte natürlich Rücksicht auf Natur und Umgebung nehmen.

Wie viel Diesel verbraucht ein Feuerwehr-LKW als Wohnmobil?

Unser Mercedes Benz 1224 AF 4×4 verbraucht ungefähr:

23Liter/100km23\,\text{Liter}/100\,\text{km}23Liter/100km

Je nach Strecke, Wind und Fahrweise kann das natürlich schwanken.


Sollte man Verschleißkosten mitrechnen?

Wir finden:
Ja.

Denn langfristig gehören:

  • Reparaturen,
  • Reifen,
  • Wartung,
  • Ölwechsel,
  • Rücklagen
    realistisch betrachtet mit zu den Reisekosten dazu.

Viele vergessen diesen Punkt komplett.

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